Wie die Seite entstand


Kaum habe ich jemanden erzählt, das ich im Gaswerk arbeite (inzwischen muß ich ja schreiben- gearbeitet habe) wurden mir meistens immer die gleichen Fragen gestellt.

z.B. wird das Gas noch selber hergestellt, warum bewegen sich die zwei kleinen Gasbehälter immer, aber der große nicht, was ist in dem Turm mit der Uhr, ist das nicht alles sehr gefährlich, was würde bei einer Explosion passieren usw...

Und nachdem das Gaswerk "stillgelegt" wurde und nun auch ich dort nicht mehr arbeite, habe ich angefangen, ein paar Bilder zusammenzusammeln und einzuscannen. Zuerst "nur" Bilder von meinen Mitarbeitern und von den ehemaligen Mitarbeitern. Da hatte sich doch ganz schön was "angesammelt". Eigentlich wollte ich das nur für mich Privat machen- so als Andenken an die tolle Gaswerks-Zeit mit den Super Arbeitskollegen.

Nach unendlich vielen Stunden wurde das alles aber immer spannender und interessanter für mich selber. Ich fragte ein paar von unseren" Rentnern", wie dies und das so funktionierte und wo das alles (auf dem Gelände) stand. Mit meinen 34 Jahren (Anmerkung: Stand 2006) habe ich ja "nur" die Erdgaszeit "miterlebt".

Irgendwann entschloß ich mich mal, ein bißchen was über das Gaswerk "aufzuschreiben".

Und ein bißchen was auf meiner privaten Seite über das Werk zu schreiben, so max. eine DIN A4 Seite lang, wo ich die mir üblich gestellten Fragen "beantworte".

 

Dann schrieb Herr Häusler (wieder) einen Zeitungsbericht in der Augsburger Allgemeinen über das Gaswerk in seinem Augsburg Album. Dort erwähnte er, das in der Schweiz ein ehemaliges Gaswerks-Kind lebt und dessen Vater ein "Tagebuch" über die Zeit von 1945 führte, das über die Kriegstage im Gaswerk Augsburg handelt. Ich bat Herrn Häußler, meine Adresse mit der Bitte um Kontaktaufnahme an die "Schweizer" weiterzugeben, war er auch getan hat. (an dieser Stelle nochmals vielen Dank Herr Häusler)! Bei einem Treffen mit den "Schweizern" erfuhr ich nicht nur, das der Roman im Internet unter http://ds1.dreifels.ch/pinoy/page.asp?DH=81 zu lesen ist, sondern, das noch viele Bilder von dieser Zeit vorhanden sind. Der Roman ist übrigens ABSOLUT LESENSWERT!

Ich sah die Bilder, (meine Augen wurden immer größer...) und wußte aber das ein oder andere Bild nicht gleich räumlich zuzuordnen. Die Familie Schnyder erzählte mir, das sie seit ihrem Auszug NIE mehr im Gaswerk waren, und haben den Wunsch geäußert, das Werk nochmals zu sehen. Ich fragte also beim jetzigen (damaligen Verantwortlichen) Werksleiter nach, ob ich die Familie im Werk herumführen darf. Nachdem wir die Genehmigung erhalten haben, fuhr ich mit der Familie Schnyder in´s Gaswerk. Dort haben wir dann die alten Bilder angeschaut, wo diese aufgenommen worden sein könnten. Vor Ort konnten wir dann oft anhand der Fenster und Mauerwerke feststellen, wo das Bild gemacht wurde. Ich denke das war einer der "Schlüsselerlebnisse".

 

Die Faszination "Gaswerk" hat mich seit dem nicht mehr losgelassen - im Gegenteil - seit meiner Seite im Internet bekomme ich auch immer wieder "neue" alte Informationen von verschiedenen Leuten.

 

Auf keinen Fall vergessen darf ich auch Martina Vodermayer, eine (nun) ehemalige Studentin, die 2002 ihre Diplomarbeit über das Augsburger Gaswerk gemacht hat.

Sie hat sich sehr, sehr viel Arbeit dabei gemacht und viel Interessantes herausgefunden, was auch oft ich (noch) nicht wußte.

Hier für alle interessierten, ein Rückblick, auf die Seite zurück bis 2003. http://web.archive.org/web/*/http://www.gaswerk-augsburg.de

Die erste Seite war unter http://people.freenet.de/olisseite/gas.htm erreichbar (nicht im Archiv vorhanden)

Eine Gruppe von Gaswerksinteressierten und einige "Ehemalige" gründeten mit Absprache der Stadtwerke Augsburg denn den Verein "Gaswerksfreunde Augsburg e.V.", in dem ich heute als erster Vorstand aktiv bin. Ebenso hat sich mein "Sammelgebiet" auf Deutschland vergrößert und auch andere Themen wie die Gasbeleuchtung kamen dazu. Den Rest sehr ihr ja hier auf der Webseite.........