Funktionsweise eines Röhrenspeichers

 

Diese Gasbehälterart wird noch heute sehr oft verwendet.

Der Vorteil ist die Speicherung des Gases bei einem sehr hohen Druck, daher lassen sich größere Gasmengen auf relativ geringem Raum speichern.
 

Funktionsweise:


Funktionsprinzip des Kathodischen Korrosionsschutzes:

Temperaturunterschiede zwischen den aus Eisen bestehenden Röhren und seiner (feuchten) Umgebung führt zu Kondenswasserniederschlag auf der Eisenoberfläche. Diese Temperaturunterschiede können auch beim Befüllen (Erwärmung beim Komprimieren) oder Entleeren (Abkühlung bei Entspannung) der Speicher durch die Druckänderungen des Gases entstehen. Nasses Eisen rostet, auch Lackierungen bietet nur begrenzte Schutz, daher wurden die Behälter außen "kathodisch" vor Korrosion geschützt um die "Haltbarkeit" zu erhöhen.
Dabei wird eine "Opferanode" neben den Röhren eingegraben und diese mit dem Pluspol einer Gleichspannungsquelle verbunden. Der Minuspol wird mit den Röhren verbunden. Diese "Aufladung" gegenüber seiner feuchten Umgebung reduziert die Korrosion an der Kathode (also dem Röhrenspeicher), erhöht jedoch die Korrosion der (Opfer-) Anode (was aber in dem Fall ja gewünscht ist).


Dieses Prinzip wird übrigens z.B. auch bei den Gasrohren angewendet, die unter der Erde verlegt sind.

Links:

http://www.stadtwerke-muenster.de/unternehmen/umwelt/erdgasroehrenspeicher.cfm Erdgas-Röhrenspeicher der Stadtwerke Münster