Das Gaswerk in Augsburg Oberhausen

Funkenfreies Werkzeug

Funkenfreies Werkzeug

In Gaswerken, Kokereien, Raffinerien und ähnlichen Anlagen wurden und werden oft funkenfreie (oder funkenarme) Werkzeuge verwendet, um die Gefahr einer Zündung von Gas-Luft-Gemischen zu reduzieren.

Auch im Gaswerk gab es dieses spezielle Werkzeug und ist heute im Museum zu sehen.

Solche Werkzeuge bestehen meist aus Materialien wie:

  • Bronze
  • Berylliumkupfer
  • Aluminiumbronze

Wenn man mit einem normalen Stahlwerkzeug auf Metall schlägt, können Funken entstehen. In Bereichen mit brennbaren Gasen (z. B. Stadtgas, Methan, Wasserstoff oder anderen Gasgemischen) könnte ein solcher Funke eine Explosion auslösen. Deshalb nutzte man für Wartungs- und Reparaturarbeiten spezielle Werkzeuge, die beim Aufprall keine oder nur sehr energiearme Funken erzeugen.

Wichtig ist allerdings: „funkenfrei“ bedeutet nicht absolut sicher. Auch mit solchen Werkzeugen müssen weitere Schutzmaßnahmen eingehalten werden, beispielsweise:

  • gute Belüftung,
  • Gaswarnmessungen,
  • explosionsgeschützte elektrische Geräte,
  • Erdung gegen statische Aufladung,
  • Einhaltung von Explosionsschutzvorschriften.

In historischen Gaswerken gehörten funkenfreie Schlüssel, Hämmer, Meißel und andere Handwerkzeuge deshalb oft zur Standardausrüstung in Bereichen, in denen Gas austreten konnte.

Mindestens zwei Hersteller davon gibt es heute noch

https://www.ngk-alloys.com/product/beryllium-copper/safety-tools/

https://www.ampcometal.com/de

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