Ofentüre (System Still)

Erfindungen rund um das Gas

Diese zweifach selbstdichtende Stopfentür wurde 1951 im Gaswerk Augsburg - erstmals in einem Gaswerk - eingebaut und hatte sich in Augsburg gut bewährt.

Die äußere elastische Packungsdichtung bestand aus Graphit-Asbest.

Zweifach selbstdichtende Stopfentür (System Still)


Zu Beginn der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts existierten mehrere konkurrierende Dichtungssysteme für die Abdichtung von Koksofentüren (DR. OTTO, KOPPERS, WOLFF und STILL). Für die damals neuen Öfen mit Kammerhöhen von 4 bis 6 m und wesentlich höheren Temperaturen konnten die bis dahin gebräuchlichen Dichtungen auf Lehm- oder Asbestbasis nicht mehr verwendet werden.

Die Firma Carl Still verwendet für ihre Öfen selbstdichtende Türen nach Patent DE 834 689 (Erfinder: Dr.-Ing. e.h. Carl Still), die zur Verbesserung des Dichthaltens zwei hintereinander liegende Dichtungen aufweisen.


In der Patentzeichnung (oben) sind mit 1 der eigentliche eiserne Türkörper, mit 2 der Türrahmen, mit 10 eine erste innere Dichtung in Form einer eisernen Dichtungsschneide und mit 11 eine zweite äußere Dichtung in Form einer Dichtungspackung bezeichnet. Eine besonders gute Abdichtung lässt sich erreichen, wenn die innere Dichtungsschneide 10 auf eine innere Dichtungsfläche 3 und die äußere Dichtungspackung 11 auf eine höher gestufte äußere Dichtungsfläche 4 des Türrahmens 2 abdichtend aufgepresst wird, so wie es in der Zeichnung darstellt ist.


Unter www.depatisnet.de findet man unter der jeweiligen Patentnummer (siehe oben) die Patentschrift.
Danke an Thomas Unger für diese Informationen

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