Das Gaswerk in Augsburg Oberhausen

Das Gaswerk in Augsburg Oberhausen

Werkstätten

Adressen:
Westliche Werkstätten, heute Musikbox, Am Alten Gaswerk 13
Östliche Werkstätten, Am Alten Gaswerk 15

Das Werkstattgebäude mit dem Labor. Ansicht von Süden
© und Bildquelle: Oliver Frühschütz

Erbaut 1913 bis 1915 aus Stahlbeton. In der Mitte steht der Kleine Scheibengasbehälter, auch Wassergasbehälter genannt. Die Westlichen Werkstätten wurden im Jahr 2014 abgerissen. An ihrer Stelle steht seit 2022 die Musikbox mit Bandübungsräumen und Büros der Kreativwirtschaft. Die Östlichen Werstätten wurden 2018/19 entkernt und saniert. Sie sind heute als Ateliers und Studios vermietet.

Westlich des Wassergasbehälters war das Labor untergebracht, in dem die Qualität der angelieferten Kohle, der Nebenprodukte wie Koks, Teer, Ammoniak, Naphtalin und Schwefel geprüft wurde. Die Qualitätsprüfung bezog sich auch auf das Roh- und Stadtgas. In der Schlosserei, der Dreherei, der Schweißerei und der Schreinerei, die sich östlich des Wassergasbehälters befanden, wurden die Anlagen und Maschinen des Gaswerks repariert und teilweise auch selber hergestellt.

Dreherei: abgerissen

Neben der drei Drehmaschinen stand hier auch eine Fräßmaschine. Die älteste Drehbank wurde vor der Verschrottung bewahrt und steht seit 2015 im Gaswerksmuseum. Diese wurde wohl früher mit Riemenantrieb betrieben und später mit einem Elektromotor und einem drehzahlverstellbaren Getriebe elektrifiziert.

Hersteller Wohlenberg

Labor: abgerissen

Im Labor wurde neben dem Rohgas und Stadtgas auch die ganzen Zusatzstoffe für die Gasreinigung auf ihre Qualität kontrolliert. Ebenso das geförderte Wasser aus den Brunnen, das für die Dampferzeugung aufbereitet wurde. Außerdem wurden auch Untersuchungen für andere städt. Dienststellen und Fremdfirmen durchgeführt. Natürlich wurden auch Versuche mit Kohlenmischungen usw. gemacht.

Das Labor vom Gaswerk Augsburg, Innenansicht
© und Bildquelle: privat
Das Labor Ansicht links ca. 1914, rechts etwa 100 Jahre später 2018
© Gaswerksfreunde Augsburg e.V. 2018

Schlosserei

Hier war die Heimat der Bohrmaschinen, Sägen usw. Bei dem Bedarf an Eisenrohren im Werk gab es sicher immer genügend Arbeit.

Die Schlosserei im Gaswerk
© und Bildquelle: Gaswerksfreunde Augsburg e.V.
Die Schlosserei im Gaswerk vor 1945
© und Bildquelle: Fam. Schnyer (Schweiz)
Die Schlosserei im Gaswerk, vor 1945
© und Bildquelle: Fam. Schnyer (Schweiz)
Die Schlosserei im Gaswerk (2001)
© und Bildquelle: Oliver Frühschütz
Ansicht links 1914, rechts 2018
© Gaswerksfreunde Augsburg e.V. 2018
Ansicht links 1914, rechts 2018
© Gaswerksfreunde Augsburg e.V. 2018

Schreinerei

Fenster, Türen, diverse Halterungen usw. wurden alle in der werkseigenen Schreinerei angefertigt.

Die Schreinerei im Gaswerk, 2001
© und Bildquelle: Oliver Frühschütz

Schlossereilager

Wie der Name schon sagt, wurden hier die Rohstoffe (Rohre, Eisen) usw. gelagert.

Gerätelager (ehem. Benzolverarbeitung): abgerissen

Hier war früher die Benzolanlage eingebaut. Dort wurde das bei der Gasproduktion angefallene Benzol aufbereitet, so das es für mehr Geld verkauft werden konnte. Später diente das Gebäude als Lager für die kleineren Feuerlöschgeräte (Hydranten, Schläuche, Schlüssel usw.) und für die Geräte und Fahrzeuge für die Hofarbeiter und als Garage für diverse Fahrzeuge von der Kehrmaschine, Rasenmäher und Schneeräumer, Holder bis hin zum großen Miag Kran.

Batterieladeraum (ehem. Teerverarbeitung): abgerissen

Hier war früher die Teerdestillation eingebaut. Dort wurde der bei der Gasproduktion angefallene Teer verarbeitet, so das es für mehr Geld verkauft werden konnte. Später diente das Gebäude als Batterieladeraum unter anderem für zwei Elektrowagen. Dort waren auch die Wasserpumpen für die Sprinkleranlage für die Butanspeicher und später Erdgas-Hochdruckspeicher und auch ein kleines Archiv untergebracht.

Nach oben scrollen