Das Gaswerk in Augsburg Oberhausen

Das Gaswerk in Augsburg Oberhausen

Das zweite Gaswerk in Augsburg

Bezeichnung: Gasfabrik II

Dieses Werk stand an der Badstraße 5 und wurde 1863 in Betrieb genommen.

Gaswerk Badstraße in Augsburg erbaut von Riedinger
© und Bildquelle: Gaswerksfreunde Augsburg e.V.
  • Finanziert und erbaut durch Finanzrath Ludwig August Riedinger
  • 1870 und 1906 fand eine wesentliche Erweiterung des Werkes wegen des gestiegenen Gasabsatzes statt.
  • 1884 wird die Fabrikkrankenkasse für die Augsburger Gasbeleuchtungs-Gesellschaft (zuletzt Betriebskrankenkasse der städtischen Gaswerke Augsburg – heute BKK Augsburg) gegründet.
  • 1895 wurde das Gaswerk von der GeselGesellschaft für Gasindustrielschaft für Gasindustrie in Augsburg erworben.
  • 1907 erwarb die Stadt Augsburg von der Gesellschaft für Gasindustrie die Gaswerke I und II.
  • Stillegung des Werkes war im Januar 1916.
  • Die Abteilungen Gas-Eichanstalt, Gasmesser Reparatur-Werkstätte und die Werkstätte für die Straßenbeleuchtung blieben bis etwa 1921 auf dem Gelände.
  • Das Wohnhaus in der Blumenstraße 16 gehörte auch zum Gaswerk.

Daten von 1868:
4 Öfen mit je 24 Tonretorten
1 Luftcondensator (Kühlung)
1 Wascher von 14 [] engl. Querschnitt und 15 engl. Höhe (Gaswäscher- Reiniger)
Beale’schen Exhaustor (Gassauger)
3 Reiniger (Laming’scher Masse) von 96 [] engl. Querschnitt (Schwefelreiniger)
1 Gasbehälter mit 38.000 c‘ Inhalt (ca. 1.000 m³)

Erzeugung

10 Rostöfen und 4 Generatoren-Öfen mit zusammen 96 Retorten
Leistung: 18.000 Nm³/Tag
noch dazu 25 % Wassergas:
Leistung: 7500 Nm³/Tag

Speicherung

1 Behälter Baujahr 1862 mit 1.000 m³
1 Behälter Baujahr 1873 mit 1.700 m³
1 Behälter Baujahr 1885 mit 5.000 m³ (Bassin aus Stampfbeton, 30m Durchmesser, 7,5 m tief, 14 Pfeiler Bassin wurde Ende März 1886 bereits undicht!)
1 Behälter Baujahr 1896 mit 9.400 m³
Gesamt: 17.100 m³

Als Brennstoff wurde Saarbrücker Steinkohle aus der Zeche Heinitz, bayrische Stockheimer Steinkohle und Böhmische Steinkohle aus dem Zieglerschacht verwendet. Die Gaszähler in Augsburg waren von L.A. Riedinger, Siry Lizars & Comp. und nach 1868 von Kromschröder.

Quelle: Festschrift Gesellschaft für Gasindustrie in Augsburg
Alter Plan vom Gaswerk 2 in Augsburg (etwa 1907-1911
© und Bildquelle: Gaswerksfreunde Augsburg e.V.
schöne Luftaufnahme vom Gaswerk 2 in Augsburg von 1906. Aufgenommen von August Riedinger aus dem Freiballon „Augusta II“
©: Franz Häußler
Vier Glocken-Gasbehälter am Gaswerk Badstraße in Augsburg
© und Bildquelle: Gaswerksfreunde Augsburg e.V.
Belegschaft vom Gaswerk Badstraße in Augsburg
© und Bildquelle: Gaswerksfreunde Augsburg e.V.
Dampfkessel vom Gaswerk Badstraße in Augsburg
© und Bildquelle: Gaswerksfreunde Augsburg e.V.
Wassergas-Gebläse Badstraße
© und Bildquelle: Gaswerksfreunde Augsburg e.V.
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